Die erste Mahlzeit bitte nicht streichen!

Wir wissen, es gibt hartnäckige Verweigerer, wobei die meisten, die nicht Frühstücken, tun es nicht, weil es Ihnen nicht munden würde, nein, sie tun es, weil ihnen angeblich die Zeit fehlt. Jeder vierte Österreicher soll ein Nicht-Frühstücker sein, und bedenkt wohl nicht, dass einem durch die verpasste Energiezufuhr später am Tag die vermeintlich gewonnene Zeit wieder verloren geht! Nämlich dann, wenn man sich schlapp und müde fühlt … Selbst Franz Kafka, wahrlich keine Frohnatur, behauptet in „Metamorphosis“ „Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag.“ Aber was macht ein Frühstück zu einem guten Frühstück? Zuallererst wäre es traurig, wenn in den ersten zwei bis drei Stunden nach dem Aufwachen wirklich nicht Zeit finden zu essen! Energie muss her, jedoch nicht zwingend unmittelbar nach dem Verlassen des Bettes! Es kann durchaus auch nach Vorbild der Franzosen ablaufen und ein „petit déjeuner“ sein, wörtlich ein kleines Mittagessen.

Vorschlag: Nehmen sie Ihr Frühstück mit, kaufen Sie es unterwegs, eine halbe Stunde früher wegfahren, dann haben Sie vor Arbeitsbeginn noch Zeit in Ruhe zu essen. Unser Organismus kann gut und gerne ein zwei Stunden mit leerem Magen laufen, dann aber sollte man mit Lust essen! Also: Ein Frühstück muss nicht unmittelbar nach dem Aufstehen erfolgen. Es muss nicht zu Hause stattfinden und es muss nicht süß sein! Daher, wenn wir ein 3-Stunden-Zeitfenster einräumen, liebe Frühstücksmuffel, kommt ihr dann zurecht?

Kinder-Frühstück – Stress für Eltern. Es wird wenig gemocht, aber sehr empfohlen! Der kindliche Körper speichert weniger Energie, die Leber von Kindern kann nicht so viel Glukose neu bilden. Dabei verbrennt ein zehnjähriges Gehirn deutlich mehr. Logisch ist daher, dass für die Schule die Morgenmahlzeit wichtig wäre. Nicht-Frühstücker sind am späten Vormittag meist nicht mehr so aufmerksam und fit.

Wer Frühstückt, wird nicht so leicht dick? Es ist zwar nicht belegt, dass Frühstücker schlanker sind und bleiben, weil sie besser verbrennen, Indizien sprechen aber dafür. Frühstücken aber kurbelt den Stoffwechsel an und führt durch die verfügbare Energie auf jeden Fall zu mehr Bewegungsfreude – nachhaltig, so diverse Beobachtungsstudien! Der Glukosegehalt am Nachmittag und Abend ist bei Frühstückern stabiler als bei jenen, die bis 12 Uhr nichts essen. Frühstücker haben abends seltener Hungerattacken.

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