Erstaunliche Fähigkeiten: MAKUNA HONIG

Er kommt vom anderen Ende der Welt, bizzare Wolkenformationen, weiße Strände, smaragdgrüne Flüsse, hellblau schimmernde Gletscher, kochende Vulkanseen, paradiesische Pflanzenwelten – wir sind in Neuseeland.

Die Natur überrascht immer wieder. Man kann gut verstehen, dass dieses Fleckchen Erde auch als „God’s own country“, Gottes eigenes Land, bezeichnet wird. Um den schöpferischen Reichtum zu bewahren, steht hier über ein Drittel des Landes unter Naturschutz. Nahezu 90% der neuseeländischen Pflanzenwelt ist endemisch, kommt also nirgendwo anders auf der Welt vor. Der Silberfarn, der eines der Nationalsymbole ist, die leuchtendroten Pohutukawa-Gewächse, die meterdicken Kauri-Bäume und der Manuka-Strauch, ein Gesundheitsgeschenk der Natur, aus dem die Bienen einen Honig zaubern, der die Wissenschaft in Staunen versetzt. Bereits die Maori wussten um dessen Heilwirkung und setzen ihn bewusst zur Behandlung von Krankheiten wie Erkältungen, Wundheilungsprozessen oder Magenproblemen ein.

Der wissenschaftliche Nachweis. Dass die mit dem Manuka Honig erzielten Heilerfolge auf einer antibakteriellen, antibiotischen und antimykotischen Wirkung beruhen, war der Urbevölkerung noch nicht bewusst. Der erste Forscher, der sich genauer mit Neuseelandhonig beschäftigte war Dr. Molan, Professor der Biochemie in Waikoto. Ihm gelang es, die antibakterielle Wirkung des Naturheilmittels nachzuweisen (UMF Messverfahren). Er legte den Grundstein für die Untersuchungen eines deutschen Forscherteams. Unter der Leitung von Thomas Heinle und Gerold Barth ging eine Gruppe der TU Dresden der Frage nach, wieso vom Manuka-Honig eine entzündungshemmende Heilwirkung ausgeht. Manuka-Honig wirkt gegen Bakterien, gegen Viren und gegen Pilze. Manuka-Honig wirkt ausserdem antiseptisch, antioxidativ und wundheilend. Manuka-Honig kann – trotz seiner Süsse – sogar Karies.

Zunächst entdeckten die Forscher die Substanz Wasserstoffperoxid, die in der Medizin schon länger zur Wunddesinfizierung eingesetzt wird. Doch es sollte nicht bei diesem Fund bleiben. Im weiteren Verlauf der Untersuchung betrachtete man den Lagerungsprozess. Hierbei konnte festgestellt werden, dass beim Abbau von Zucker das Stoffwechselprodukt Methylglyoxal, kurz MGO, gebildet wird.

Mittlerweile ist sich die Wissenschaft einig, dass es eben diese chemische Verbindung ist, die für die erstaunliche Wirkung des Manuka Honigs verantwortlich ist. Untersuchungen zeigten, dass normaler Blütenhonig einen MGO Gehalt von 100mg/kg aufweist. Manuka Honig enthält hingegen 300-700mg MGO pro Kilogramm, was ihn als natürliches Antibiotikum ausweist, das bei der Behandlung von bakteriellen Infekten manchmal sogar besser wirkt als herkömmliche Antibiotika, da die Bakterien noch keine Resistenz gegen den Neuseelandhonig ausgebildet haben.

Manuka-Honig gibt es in verschiedenen Stärken (UMF oder MGO Messverfahren). Für Wundbehandlung und äußerliche Anwendung – besonders bei Kontakt mit Schleimhäuten – ist ein Honig mit geringer Aktivität zu empfehlen. Bei innerlicher Anwendung werden je nach Bedarf Stärke und Menge variiert.

Das Anwendungs-Spektrum

Innerlich: 30 Min vor den Mahlzeiten

  • Immunstärkend: 1 TL am Morgen
  • 2 – 3 x täglich 1 TL bei Erkältung & Fieber, Entzündungen des Mund-, Nasen- und Rachenraums
  • Gegen Gelenksschmerzen
  • Zur Förderung der Funktion und Regeneration von Magen- und Verdauungstrakt
  • Hemmt Pilze
  • Schützt die Zähne

Man sollte den Manuka-Honig auf der Zunge zergehen lassen und dabei so lange wie möglich im Mund behalten und langsam schlucken. Er kann auch vor dem Schlafengehen an die inneren Nasenwände gestrichen werden, so dass er über Nacht auf die Schleimhäute einwirken kann. Diabetiker sollten mit der Einnahme von Manuka-Honig vorsichtig sein, einer äußerlichen Anwendung dürfte nichts im Wege stehen.

Äußerlich: zur Haut- und Wundpflege

  • 2 – 3 x täglich direkt auf die Wunde oder Verbrennung auftragen

BEAUTY TIPP: Manuka-Honig eignet sich auch als idealer Zusatz für Gesichtsmasken jeder Art. Speziell bei Mischhaut oder Akne, aber auch bei zwischendurch auftretenden Hautunreinheiten verschafft Manuka Honig mit seinen entzündungshemmenden Funktionen milde Linderung. Kann auch mit Tages- oder Nachtcreme gemischt direkt auf die Haut aufgetragen werden.

 

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