Wie Sie Ihren Schlaf unterstützen können!

AWeinrath_©Katharina AuerDie Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze lädt im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zum Thema „Gesundheitsförderung“ herzlich zum Vortrag „SCHLAF UND SCHLAFSTÖRUNGEN“ von MAG. ARMIN WEINRATH ein. Wann/wo/wie? Dienstag, 5. Dezember 2017, um 18:30 Uhr in der Goldenes Kreuz Privatklinik, Lazarettgasse 16-18, 1090 Wien, Die Teilnahme ist frei, um Anmeldung wird gebeten: 01/ 996 80 92 bzw. direkt über die Website www.oeggk.at

 

Die Hintergründe: Der Mensch verbringt circa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen. Dass dem Schlaf eine besondere Bedeutung zukommt, merken viele erst, wenn es diesbezüglich Probleme gibt. Der Vortrag am 5. Dezember 2017 beleuchtet den Schlaf aus mehreren Perspektiven und geht unter anderem auf verschiedene biologische Rhythmen und ihren Einfluss auf das Schlafen ein. Weiters wird aufgezeigt, was Sie für einen guten Schlaf tun können, sowohl präventiv als auch wenn bereits eine Störung des Schlafes besteht – Übungen inbegriffen.

Endlich gut schlafen: Die „Top 8“ der Schlaffürsorge! Für die meisten Menschen ist Schlaf etwas Selbstverständliches bis es zu Störungen kommt. Dann gewinnt das Thema an Bedeutung. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Lebens an einer leicht bis schwer ausgeprägten Schlafstörung zu leiden, liegt in westlichen Industrienationen bei 15-35%Die gute Nachricht: Zu einem gesunden Schlaf kann man in der Regel selbst einiges beitragen!“, sagt Mag. Armin Weinrath, Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision (Fachrichtung „Hypnosepsychotherapie“), Arbeit in freier Praxis.

Wer seinen Schlaf verbessern will, kann sich an die „Top 8“ der schlaffördernden Selbstfürsorge halten:

  1. Entspannung
    Ob beruflich oder privat – negativer Stress gilt als einer der Schlafkiller überhaupt. Entspannung wäre dann genau das Richtige, ist aber oft leichter gesagt als getan.
    Wer regelmäßig Entspannung praktiziert und übt, der hat bessere Möglichkeiten, gar nicht in die Stressspirale hineinzukommen oder sich in stressiger Zeit doch genügend Erholung und Entspannung zu ermöglichen. Entspannungstechniken sind dabei sehr hilfreiche Methoden! Wichtig: Bleiben Sie dabei und trainieren sie regelmäßig auch Ihre Entspannung!
  1. Bewegung 
    Aktivität untertags kann den Schlaf fördern. Finden Sie Ihre Art der Bewegung, die Ihnen mehr Ausgeglichenheit bringt. Für die einen wird regelmäßiges Spazierengehen genau das Richtige sein und für andere passt eine Sportart wie Laufen oder Schwimmen besser.
  1. Rhythmus
    Sowohl Bewegung als auch Entspannung kann man übertreiben. Deshalb gilt: Finden Sie das rechte Maß und Ihren eigenen Rhythmus zwischen Aktivität, Bewegung, Entspannung und Ruhe.
  1. Koffein, Alkohol & Zigaretten
    Das hören wahrscheinlich einige gar nicht gerne. Aber: Wer an Schlafstörungen leidet, sollte Koffein, Alkohol und Zigaretten zumindest einige Zeit vorm Schlafengehen meiden. Alkohol lässt einen zwar im ersten Moment vielleicht sogar leichter einschlafen, die Qualität des Schlafes ist aber deutlich schlechter und die Neigung aufzuwachen erhöht. Zigarettenrauchen direkt vor dem Schlafengehen beeinträchtigen REM- und Tiefschlaf und die Wachperioden nehmen zu. Bei Koffein gilt die Regel: Nach 16 Uhr lieber darauf verzichten.
  1. Licht
    Es war erst im Jahr 2002, als Wissenschaftler die Entdeckung einer bis dahin unbekannten Gruppe von Lichtrezeptoren in der Netzhaut aufklärten: Diese Rezeptoren sind u.a. dafür verantwortlich, dass wir zur Mittagssonne die geringste Ausschüttung des „Schlafhormons“ Melatonin haben, während sich mit zunehmender Dunkelheit der Hormonspiegel erhöht. Diesen „natürlichen“ Mechanismus kann man nutzen, indem man untertags behutsam hinausgeht, z.B. in der Mittagspause, und abends v.a. kurz vor dem Schlafen das Licht meidet. Vielen sind die Lichtquellen zu Hause auch nicht bewusst: Handy, Tablett und TV haben oft einen besonders hohen Anteil an blauem Licht, das ähnlich der Mittagssonne ist.
  1. Zeit vor dem Schlafengehen
    Jeder hat so sein Ritual, wie er zu Bett geht. Gestalten Sie diese Zeit so, dass Sie nichts Aufwühlendes tun, nicht mehr arbeiten, keine Diskussionen oder gar Streit im Bett. Untertags ist die Zeit, um aktiv zu sein, während am Abend die Zeit auf Ruhe und Erholung steht.
  1. Schlafumgebung
    Das Schlafzimmer gehört nur dem Schlaf und der Sexualität! Das heißt: kein Fernsehen, Handy, Laptop oder Tablett im Bett. Die Schlafumgebung sollte möglichst dunkel und still sein. Frische Luft und eine etwas kühlere Umgebung sind für die meisten schlafförderlich.
  1. Einstellung
    Auch die persönliche Einstellung zum Schlaf ist nicht ohne Bedeutung. Wussten Sie, dass die Vorstellung eines 8-Stunden-Schlafes eine relativ neue Vorstellung ist, während zu vorindustriellen Zeiten der Nachtschlaf vermutlich in 2 Schlafperioden erfolgt ist?

„Die „Top 8“ klingen vielleicht einfach, dabei geht es für viele aber um die Änderung von liebgewonnenen Verhaltensweisen und jeder weiß, dass dies oft nicht leicht ist. Wer sich Unterstützung dabei holen möchte, kann dies bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten seiner Wahl tun. Auch das Besuchen von Kursen zu Entspannung oder Bewegung kann dabei helfen.

Weitere Tipps und Informationen bietet Mag. Armin Weinrath bei seinem kostenlosen Vortrag am 5. Dezember 2017! 

Fotos: Weinrath ©Katharina-Auer; Titelfoto Pixabay

 

 

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