Seit 2015 ist das zauberhafte Bad Salzuflen als „Allergikerfreundliche Kommune“ zertifiziert…

Historische Altstadt_Bad Salzufen

Historische Altstadt_Bad Salzufen

Vergeben wird das Zertifikat durch den Deutschen Heilbäderverband e.V. (DHV). Den Schätzungen des DHV zufolge ist derzeit ein Drittel alleine der deutschen Bevölkerung von Allergien und Unverträglichkeiten betroffen; schon in wenigen Jahren könnte nach wissenschaftlich fundierten Hochrechnungen jeder Zweite unter einer oder mehreren Allergien leiden, was sie zur häufigsten chronischen Erkrankung macht. Für die deutschen Heilbäder und Kurorte stellt diese Entwicklung eine Herausforderung, aber auch eine Chance dar, das Urlaubsangebot für Allergiker zu verbessern und auch den Gesundheitstourismus im Allgemeinen qualitativ weiterzuentwickeln. Als „Kompetenzzentrum für Gesundheit“ haben Kommunen daher die Möglichkeit, sich vom DHV als allergikerfreundlich zertifizieren zu lassen.
Mit seinen heilsamen Solequellen und insbesondere dem europaweit einmaligen begehbaren ErlebnisGradierwerk mit Sole-Nebelkammer bietet Bad Salzuflen wie kaum ein anderer Standort in Deutschland beste Voraussetzungen. Jedoch muss bei einem allergikerfreundlichen Urlaub das „Gesamtpaket“ stimmen.
Kleiner See im Kurpark_Bad SalzuflenOb in der Luft abseits der Gradierwerke mit ihrem Meeresklima, in den Matratzen der Unterkünfte oder dem Essen in den Restaurants und Supermärkten: Bei unzureichender Infrastruktur können allergieerregende Stoffe den Urlaub dennoch vielerorts belasten. Entsprechend umfassend sind die einheitlichen Standards, die auch für Bad Salzuflen verbindlich sind.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: Schon jetzt umfasst das allergikerfreundliche Profil rund 30 örtliche Betriebe, die die gesamte touristische Servicekette abdecken. So achten etwa die zertifizierten Hotels und Pensionen bei der Zimmerausstattung, den Pflegeprodukten und dem gastronomischen Angebot gleich dreifach auf die Bedürfnisse von Allergikern, während der teilnehmende Supermarkt alle Produktschilder um Symbole beispielsweise zur Laktosefreiheit erweitert hat, die überdies um einen zentralen Informationsbildschirm ergänzt werden. Selbstverständlich halten auch Restaurants ein umfangreiches Angebot an geeigneten Speisen und Speisekomponenten bereit. Dienstleister richten sich ebenfalls nach individuellen Bedürfnissen: In einem zertifizierten Friseursalon ist eigens ein spezieller VIP-Raum für Menschen mit Allergien eingerichtet, in dem allergieverträgliche Produkte zum Einsatz kommen und Kunden in der Anwendung und Wirkung der Produkte beraten werden.

Die teilnehmenden Betriebe – erkennbar an der Logo-Kombination des DHV und der ECARF – garantieren damit eine allergenarme Umgebung. Geschulte Ansprechpartner können über Inhaltsstoffe und Alternativen Auskunft geben. Für alle Menschen, die unter Allergien leiden, ist das Siegel deshalb eine willkommene Orientierungshilfe bei der Urlaubsplanung.
Und nicht nur bei ihnen ist die Resonanz positiv: Der 2015 erstmals von den Industrie- und Handelskammern Lippe zu Detmold und Ostwestfalen zu Bielefeld geschaffene „IHK-Tourismuspreis Teutoburger Wald“ ging prompt nach Bad Salzuflen. In 2016 kam noch der zweite Platz des Sparkassen-Tourismuspreises in der Kategorie „Innovation“ dazu. Das Staatsbad Salzuflen erhielt ihn zusammen mit einer weiteren Allergikerfreundlichen Kommune, dem Schmallenbeger Sauerland.

Fotos: Bad-Salzuflen, © Staatsbad Salzuflen GmbH

 

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