10 überraschende Abnehm-Blockaden

Wenn sich trotz sportlichem Ehrgeiz und eiserner Disziplin nichts aufs der Waage tut, können Faktoren dahinter stecken, die man auf den ersten Blick nicht für die Ursache des Gewichtsstillstands halten mag. medicalpress erklärt, was es damit auf sich hat.

Schlafmangel
Je kürzer die Nacht, desto größer der Appetit: Bestimmt haben schon viele die Beobachtung gemacht, dass man an Tagen, an denen man sich besonders müde fühlt, verhäuft zu Süßigkeiten greift. Tatsächlich macht es chronischer Schlafmangel schwierig, Gewicht zu verlieren. Laut einer Studie der University of California (USA) neigen Personen, die weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen, häufiger zu Übergewicht. Das liegt daran, dass Schlafmangel den Ghrelinwert erhöhen kann. Ghrelin wird auch als das Hungerhormon bezeichnet, weil es für das Hungergefühl verantwortlich ist.

Positive Einstellung
Neben Sport und einer angepassten Ernährung gilt Motivation als wichtigster Faktor beim Abnehmen. Straffe Trainingseinheiten und dürftige Portionen sorgen jedoch nicht immer für gute Laune – und das ist auch gut so, will man japanischen Forschern glauben: Laut einer Untersuchung der Universität Kyoto haben die Personen schneller an Gewicht verloren, die dem Abnehmen negativ gegenüberstanden. Überraschenderweise hatte sich bei den Probanden mit einer positiven Einstellung der geringste Gewichtsverlust eingestellt.

Vitamin D-Mangel
Die Funktion von Vitamin D im Körper ist vielfältig und spielt auch bei der Gewichtsreduktion eine wichtige Rolle. Prof. Shalamar Sibley von der Medizinischen Universität in Minnesota will einen linearen Zusammenhang herausgefunden haben, nach dem man mit jedem zusätzlichen Nanogramm Vitamin D etwa 100 g mehr Körpergewicht verlieren kann. Ein Mangel an Vitamin-D-Verbindungen im Körper kann zu einer erheblichen Behinderung des Gewichtsverlusts führen.

Frühstück
Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler – dieses Sprichwort hat jeder Diäterprobte schon einmal gehört. Es gibt jedoch keinen Beweis dafür, dass das Mittag- und/oder Abendessen nach einem üppigen Frühstück leichter ausfällt. Letztlich liegt die Kalorienbilanz am Ende des Tages sogar höher, ist sich Prof. Volker Schusdziarra von der Universität München sicher, der einen der wohl bekanntesten Irrtümer über Gewichtsverlust widerlegt hat.

Fast Food
Eine Studie der State University in North Carolina, die in der Zeitschrift „Archives of Internal Medicine“ veröffentlicht wurde, belegt, dass Personen, in deren direktem Wohnumfeld sich ein Fast-Food-Restaurant befindet, dieses durchschnittlich zwei Mal pro Woche frequentieren.

Migräne
Frauen, die in der Pubertät unter Migräne litten, sind anfälliger für eine Gewichtszunahme. Statistiken belegen, dass sie etwa 10 kg schwerer sind als diejenigen, die nicht von den wiederkehrenden Kopfschmerzen betroffen waren.

Wochenende und freie Tage
Prof. J. Jeffrey Inman von der University of Pittburgh (USA) hat herausgefunden, dass wir an den Wochenenden und während des Urlaubs mehr hochkalorische Lebensmittel zu uns nehmen als an regulären Arbeitstagen. Um die negativen Auswirkungen zu minimieren, rät der Wissenschaftler zu einem Glas Wasser vor jeder Mahlzeit und einem Spaziergang nach dem Mittag- und Abendessen.

Fernsehen
Fast jeder Diätratgeber warnt davor, während des Essens fernzusehen. Der Grund: Während wir gebannt auf die Mattscheibe starren, sind wir vom TV Programm abgelenkt und nehmen unser Sättigungsgefühl nicht mehr wahr. Die Folge: Wir nehmen viel mehr Kalorien zu uns, als wir brauchen. Doch auch die Dauer des TV Konsums übt einen Einfluss auf das Körpergewicht aus. Weitere Studienergebnisse, die im „Archives of Internal Medicine“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass mehr als fünf Stunden Fernsehen am Tag zu Übergewicht führen können. Wer es schafft, diese Zeitspanne auf die Hälfte zu reduzieren, kann im Durchschnitt 120 Kilokalorien pro Tag mehr verbrennen.

Heizung
Schon bei geringer Kälte benötigt der Körper mehr Energie, um seine Kerntemperatur zu halten. Eine Studie, die in „Obesity Reviews“ veröffentlicht wurde, gibt an, dass beheizte Räume die Notwendigkeit des Körpers, Energie zur Kontrolle der Körpertemperatur zu verbrennen, minimieren können. Innenräume sollten Experten zufolge daher nicht permanent beheizt werden.

Gewichtiges Umfeld
Der amerikanische Soziologe Nicholas A. Christakis hat die Daten von über 12.000 Personen in einem Zeitraum von über 30 Jahren ausgewertet und kam zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit einer Gewichtszunahme um 37 % steigt, wenn der Partner übergewichtig ist. Bei Familienangehörigen wie Bruder oder Schwester liegt die Wahrscheinlichkeit bei 40 %. Ist der beste Freund übergewichtig, steigt das Risiko sogar auf 57 % an.

Quelle: medicalpress.de; Foto: Pixabay

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