Fußbodenpflege: Alles rausgeputzt!

Der Frühjahrsputz ist zwar schon vorbei, doch es ist nie zu spät, dem Boden ein neues, glänzendes Aussehen zu verleihen. Denn mit der Zeit nutzt sich die Oberfläche des Bodenbelags ab: Kratzer entstehen, Staub und Fußabdrücke sind schneller sichtbar und der Untergrund sieht stumpf und glanzlos aus. Ob Linoleum, Fliesen, Laminat oder Holz – jeder Fußboden braucht die richtige Pflege!

Linoleum in neuem Licht
Fußbodenbeläge dieser Art sind leicht sauber zu halten und es gibt viele Möglichkeiten für die Pflege dieser robusten und langlebigen Oberflächen. In der Regel reicht ein pH-neutraler Reiniger aus. Reinigungsmittel sollten einen pH-Wert von 9,0 nicht überschreiten, da diese andernfalls die im Linoleum enthaltenen Rohstoffe angreifen können. Auf zu große Feuchtigkeit reagiert Linoleum empfindlich, da auf diese Weise die Jutefasern aus dem Linoleum gelöst werden können. Das kann zu Sprödigkeit und Blasenbildung führen. Nach der Reinigung dienen Polymerdispersionen und Glanzemulsionen als Beschichtung. Dabei muss man berücksichtigen, dass Linoleum eine hohe Absorptionsfähigkeit aufweist und ausreichend Zeit benötigt, um zu trocknen.

Nie mehr auf dem Holzweg
Zwar muss man bei Holzfußböden einige Dinge beachten, generell sind auch sie jedoch relativ pflegeleicht. Doch Feuchtigkeit und Temperatur variieren saisonal mit dem Wechsel der Jahreszeiten: Während im Sommer, vor allem an regnerischen Tagen, eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80 % erreicht werden kann, sind es im Winter dagegen etwa 25 %. Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit können dazu führen, dass Risse entstehen. Um Rissbildung zu minimieren, empfehlen Experten die Verwendung von elektrischen Luftbefeuchtern und die schrittweise Abschaltung der Heizung. Zudem ist Holz empfindlich gegenüber Sonnenstrahlung, die zur Holzfarbtonveränderung führen kann. Besonders anfällig sind alle Arten von exotischem Holz. Der größte Feind von Holzböden sind jedoch Sandkörner, da diese Risse verursachen können. Durch das nebelfeuchte Aufwischen mit einer Lauge wird der Boden von Staub und Schmutz befreit. Zudem verlangsamt sich durch die Lauge der natürliche Vergilbungsprozess des Holzes. Zur Nachbehandlung werden Pflegeöle angewendet, die die natürliche Leuchtkraft der Farben intensivieren.

So strahlen Bodenfliesen in neuem Glanz
Fliesen sind besonders strapazierfähig und pflegeleicht. Sie sind nicht nur günstiger, sondern auch viel pflegeleichter als Naturstein und darüber hinaus auch in großen Formaten erhältlich. Für eine klare und saubere Oberfläche sorgt eine spezielle Pflege, einfache Verschmutzungen lassen sich auch oft mit einem gering dosierten Reiniger entfernen. Für mehr Glanz  sorgen Polierwachse, die den Boden im Nu wieder auf Hochglanz bringen. Mit Salmiaklösungen kann man stumpf erscheinende Fliesen zum Leuchten bringen oder aber auch einfach nur Verschmutzungen in den Fugen entfernen

Auf dem Trockenen sitzen bei Laminat
Im Gegensatz zu Bodenfliesen reagiert Laminat empfindlich auf Nässe. Zu viel Wasser kann ins Innere eindringen und die Schicht aus Pressspänen aufquellen lassen. Nachdem man Staub und leichte oberflächliche Verschmutzungen mit einem Besen oder Staubsauger entfernt hat, feuchtet man ein Mikrofasertuch in warmem Wischwasser nur leicht an. So behält das Material seine Langlebigkeit und erhält neuen Glanz.

Quelle: livingpress.de
FOTO: http://www.holz-sinsel.de

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