Der “Duftverleger” will die Kunst seiner Zunft aus den Zwängen des Massenmarktes befreien…

„Vor zehn, 15 Jahren wurden ’Nasen’ noch als Künstler angesehen. Sie hatten viel kreativen Freiraum. Individualität war alles, der Service im Verkauf sehr kundenbezogen”, sagt der Parfumeur. Heute sei alles anders: „Die ‘Nasen’ haben jetzt den Auftrag, Parfums zu kreieren, die möglichst vielen Menschen gefallen sollen.” Mit dem Ergebnis ist Malle unzufrieden. Was tat er? Die bekanntesten „Nasen” der Welt kreieren für ihn exklusive Düfte, die unter dem eigenen Namen ihrer Schöpfer vertrieben werden. 16 Kompositionen von neun „Nasen”, darunter Pierre Bourdon, Jean-Claude Elenna, Dominique Ropion und als einzige Frau Olivia Giacobetti, sind bisher entstanden. Malle beauftragt sie, „den perfekten Duft” zu entwerfen, ohne das sonst übliche Marketing-Briefing und ohne Kostenbeschränkung. Die Entwicklung dauert sechs bis 18 Monate. In der Herstellung sind die Erzeugnisse so zehn bis 20 Mal teurer als massenproduzierte Konkurrenzprodukte. Dass die Düfte trotzdem noch erschwinglich sind, führt Malle darauf zurück, dass alles Geld in den Inhalt der Flakons fließt: auf das übliche millionenschwere Marketing wird verzichtet.

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