Am 25. September 2017 fand erstmals der „World Lung Day“ statt.

Ins Leben gerufen vom Forum of International Respiratory Societies (FIRS) hat er zum Ziel, die Öffentlichkeit über die verschiedenen Lungenerkrankungen – von COPD über Asthma bis hin zu Tuberkulose – zu informieren und auf die Risikofaktoren aufmerksam zu machen.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD beispielsweise hat sich mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Volksleiden entwickelt. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation bereits über 64 Millionen Menschen davon betroffen und die Tendenz steigt weiter. Bis zum Jahr 2030 könnte COPD sogar die dritthäufigste Todesursache sein.

Atemnot als täglicher Begleiter: Ein Leben mit COPD. Dauerhafte Atemnot, Kurzatmigkeit, chronischer Husten und Auswurf sind die klassisch auftretenden Symptome der chronischen Lungenerkrankung COPD. Vor allem das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen und verstärkt atmen zu müssen, wird von vielen Betroffenen beschrieben. Genauso wie die Ursachen dafür vielfältig sein können, wird Atemnot auch subjektiv sehr unterschiedlich wahrgenommen. In vielen Fällen ist die Atemnot nur von kurzer Dauer und tritt etwa bei momentaner körperlicher Belastung auf. Manchmal ist das Atmen jedoch in so hohem Maße erschwert, dass es zu Kreislaufproblemen oder Angstzuständen kommen kann. Auch wenn der Betroffene im Ruhezustand unter Atemnot leidet oder sie bereits bei sehr geringer Belastung auftritt, kann sie den Patienten in seinem Alltag stark einschränken. Tätigkeiten wie Treppensteigen, leichte Gartenarbeit oder dem Bus nachzulaufen, sind plötzlich kaum oder gar nicht mehr möglich.

Schleichender Verlauf bedeutet oftmals späte Diagnose. Viel zu selten und meist viel zu spät werden diese Symptome jedoch als schwere und entsprechend ernstzunehmende Atemwegserkrankung erkannt. Da COPD nicht plötzlich auftritt, sondern einen schleichenden Verlauf hat, sucht ein Großteil der Betroffenen erst einen Arzt auf, wenn der Leidensdruck bereits sehr hoch ist. Bis es so weit kommt, hat der Betroffene sich oftmals über Jahre hinweg mit der Krankheit arrangiert, sich an die Symptome gewöhnt und gelernt sie zu ignorieren. Körperliche Anstrengungen werden in der Regel vermieden, chronische Atemnot und andauernder Husten als Normalität des Alterns interpretiert. Häufig wird die Erkrankung daher erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Viele dieser Patienten sind bereits chronisch mit Sauerstoff unterversorgt, im schlimmsten Fall ist die Lungenfunktion bereits auf unter 30 Prozent gesunken.

Durch Früherkennung Exazerbationen und hohen Hospitalisierungsraten entgegenwirken. Zwar ist COPD, hat sie sich einmal entwickelt, nicht heilbar, jedoch aufgrund der vielen Therapieoptionen heutzutage gut behandelbar. Vor allem frühzeitig erkannte COPD kann gut therapiert werden. Im besten Fall kann das Voranschreiten der Erkrankung verzögert oder sogar aufgehalten werden bzw. können die Symptome so gemildert werden, dass eine deutlich verbesserte Lebensqualität für den Betroffenen erreicht werden kann. Langfristig vernachlässigte obstruktive Lungenerkrankungen hingegen laufen Gefahr, die Lunge unwiederbringlich zu zerstören, eine deutliche Verschlechterung der Lungenfunktion ist die Folge. Hierbei gilt es vor allem, Exazerbationen – also akute Verschlechterungen, die über den normalen Krankheitsverlauf hinausgehen – zu vermeiden. Exazerbationen , von Medizinern auch als Schlaganfall der Lunge bezeichnet, lassen die Krankheit schnell voranschreiten und führen bei schweren Formen sogar zu einer Krankenhauseinweisung. Bei jeder Exazerbation verliert der Patient unwiderruflich einen Teil seiner Lungenfunktion. Hat ein Patient bereits einen Krankenhausaufenthalt aufgrund einer COPD Exazerbation hinter sich, besteht für ihn zudem ein besonders hohes Risiko, erneut im Krankenhaus aufgenommen zu werden. Auch das Mortalitätsrisiko bei derartigen spitalspflichtigen COPD Exazerbationen ist hoch. Steigende Hospitalisierungsraten und damit einhergehende Kosten für das Gesundheitssystem sind die direkten Folgen dieser schweren Exazerbationen, denen es gilt langfristig entgegenzuwirken. Doch nicht nur Exazerbationen stellen ein großes Risiko für den Betroffenen dar, auch die Gefahr von Begleiterkrankungen steigt mit zunehmender Dauer einer nicht-behandelten COPD rapide an. Vor allem Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei COPD-Patienten häufig zusätzlich beobachtet, aber auch psychische Beeinträchtigungen wie Depressionen oder depressive Verstimmungen sind ernstzunehmende Probleme, die mit COPD einhergehen können.

Die Bedeutung der kleinen Atemwege bei COPD. Ein umfassendes Behandlungsprogramm ist bei COPD unverzichtbar. Die beiden wichtigsten Säulen sind zum einen die medikamentöse Therapie6 mit entsprechender Schulung der Patienten über die Erkrankung und der korrekten Einnahme der inhalativen Medikation und zum anderen Atemphysiotherapie, Rehabilitation und Bewegungsprogramme als ganz essentielle nichtmedikamentöse Stützen der Therapie. Für das Verständnis dieser Atemwegserkrankung ist es außerdem unabdingbar, COPD als Erkrankung der gesamten Lunge zu begreifen, da insbesondere auch die kleinen Atemwege betroffen sind. Die Erreichbarkeit dieser kleinen Atemwege hängt wiederum ganz wesentlich von der Partikelgröße der inhalativen Medikamente ab – denn nur Partikel unter einer bestimmten Größe erreichen die kleinen Atemwege. Medikamente mit einer sogenannten extrafeinen Formulierung optimieren somit die Therapie der COPD und sorgen dafür, dass die Wirkstoffe bestmöglich auch in den kleinen Atemwegen der Lunge ankommen.

Beitrag des Patienten essentiell für den Erfolg der Behandlung. Besonders wichtig ist in jedem Fall das Mitwirken des Patienten. Nur die richtige Benutzung des Inhalators bzw. des Dosieraerosols und die regelmäßige korrekte Einnahme der darin enthaltenen Medikamente können einen Erfolg der Behandlung auf lange Sicht gewährleisten. Um aktiv am Leben teilhaben zu können und den Alltag zu meistern, ohne schnell nach Atem zu ringen, sind begleitend zur medikamentösen Therapie aber auch spezielle Atemübungen bzw. Lungensport und moderate körperliche Betätigung wesentliche Faktoren, die den Körper entlasten und die Lunge fit halten können. Die erste und wichtigste Maßnahme sollte jedoch immer sein, die auslösenden Faktoren für COPD zu vermeiden, also der sofortige Verzicht auf Tabakkonsum. Denn nur so können medikamentöse Therapien und Begleitmaßnahmen effektive Linderung bewirken.

Therapieoptionen! Zwar ist COPD, hat sie sich einmal entwickelt, nicht heilbar, jedoch aufgrund der vielen Therapieoptionen heutzutage gut behandelbar. Die Wichtigkeit der Früherkennung bzw. die Vermeidung von Risikofaktoren kann daher gar nicht als zu hoch eingeschätzt werden. Im besten Fall kann das Voranschreiten der Erkrankung verzögert oder sogar aufgehalten werden bzw. können die Symptome so gemildert werden, dass eine deutlich verbesserte Lebensqualität erreicht werden kann. Zur Therapie werden in erster Linie inhalierbare Medikamente eingesetzt, aber auch Atemübungen und Lungensport können begleitende Maßnahmen sein. Besonders wichtig ist in jedem Fall das Mitwirken des Patienten. Nur die richtige Benutzung des Inhalators und die regelmäßige korrekte Einnahme der darin enthaltenen Medikamente können einen Erfolg der Behandlung auf lange Sicht gewährleisten. An erster Stelle sollte jedoch stehen, die auslösenden Faktoren für COPD zu vermeiden, insbesondere also mit dem Rauchen aufzuhören.

Mehr Infos, Lungencoach., etc, auf: http://mehr-luft.at/

 

Foto: Pixabay

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