Ohmm bietet Menschen einen Rückzugsort, 45 Minuten den Alltag hinter sich zu lassen, zu entspannen und Kraft zu tanken! Wir haben nachgefragt, was dahinter steckt und wie es funktioniert… 

Drei Wiener Unternehmer haben sich mit einer Idee zusammengetan, die den Massagesektor revolutionieren soll. In Zeiten, in denen man Autos on Demand mieten und Fitness Studios rund um die Uhr besuchen kann, sollte man sich doch auch 24/7 rund um die Uhr massieren lassen können, so die Grundidee von Stephan Brückler, Marcel Jouja und Alexander Lovrek – im Titelbild. Die Massagestudios Ohmm! – The Future Massage. waren geboren.

Und zwar nicht irgendeine Massage, sondern eine Hightech-Massageliege, gespickt mit infraroterhitzten Jadesteinen aus Südkorea, die in Asien, der Heimat von Akupressur, Shiatsu und Moxa seit Jahrzehnten den Markt dominiert. Die Liegen sind so konzipiert das man vom akuten Bandscheibenvorfall bis zur leichten Verspannung alles massieren lassen kann. Zirben-Holzwände in den HotSpots sorgen für zusätzliche Entschleunigung und mittels Sprachsteuerung kann auch Musik nach Wunsch gespielt werden. „Computer, spiel Entspannungsmusik“ ist dabei ein beliebter Wunsch unserer Kunden. „Wir wollen die Menschen dazu bringen sich vorsorglich massieren zu lassen und nicht erst zu kommen, wenn der Bildschirm-Rücken schmerzt, oder der Smartphone-Nacken einrastet, deshalb haben wir, frei nach dem MottoWir geben Österreich Rückgrat – die Massage-Flatrate ins Leben gerufen.“ Erzählt Stephan Brückler, technische Leiter der Ohmm GmbH. Pro teilnehmenden HotSpot (momentan gibt es 4 in Wien) wird es in der ersten Phase für maximal 20 Kunden Massage-Flatrates geben.

  • Für Firmen gibt es die Ohmm!inhouse Lösung, hier wird ein kleiner ungenützter Raum mit unserem Entspannungskonzept umgestaltet und Mitarbeiter können dann eine verkürzte Massage – wir nennen es Ohmm!powerbreak – genießen. Dabei wird Sound, Duft, Licht und unserer Hightech-Massageliege so auf einander abgestimmt, dass man ein idealen Power-Nap machen kann und nach 25 Minuten erholt und produktiv zur Arbeit zurückkehrt.
  • Bis dato können sich alle Wienerinnen und Wiener nach ihrer Registrierung am Portal www.ohmm.at und einer 10-minütigen Einschulung in mittlerweile 4 Hotspots (Rotenturmstrasse 19, Favoritenstrasse 2, Margaretenstraße 26 und Thimiggasse 1) rund um die Uhr massieren lassen. Mit der WebAPP oder einer Kundenkarte mit Pincode kennt der Wunsch nach Entspannung keine Uhrzeiten und Terminvereinbarungen mehr, eine 15 Minuten Vorreservierungsfunktion verhindert besetzte Massage Hotspots.
  • Weitere Locations sind geplant, so Alexander Lovrek, GF der Ohmm GmbH. „Wir werden selbst einige neue Locations eröffnen, zum Teil werden das Ohmm Franchisepartner tun.“ Als einziger Anbieter von qualitativ hochwertigen „24/7 Massagen on Demand“ trifft Ohmm den Zeitgeist der neuen Generation und nutzt die Möglichkeiten modernster Technik. Der Bedarf nach Entspannung ist in der hektischen Arbeitswelt grösser als je zuvor.

INTERVIEW mit GF Alexander Lovrek

The „FUTURE“ Massage – was alles ist neu bzw. anders an der Ohmm!-Philosophie? 

Wir massieren ohne Masseur und das rund um die Uhr. In unseren 4 Studios in Wien (eines davon unser 1. Franchisenehmer, weiterer Ausbau mittels Franchise) steht jeweils eine Massage Liege die mittels Infrarot sowie acht dadurch bis auf 65 Grad erhitzten Jadekugeln den Rücken massiert. Durch den Wirbelsäulenscan weiss die Liege, wie groß man ist und wo die Meridiane bzw. Energiepunkte liegen. Durch Stimulation dieser Punkte können verschiedene Entspannungsziele erreicht werden. So gibt es von der Blutzirkulation über die Verdauung bis hin zur Entgiftung neun verschiedene Massage-Programme. Wir sehen uns nicht als Ersatz oder Konkurrenz eines Masseurs sondern als Erweiterung, als zusätzliches Angebot. Nach einem langen Flug in schlechter Sitzposition kann man um Mitternacht schwer einen Masseur finden, bei uns liegt man 30 Minuten nach der Landung schon auf einer aufgeheizten massierenden Liege. Unsere Philosophie ist es, Massagen für jeden zu jeder Zeit zugänglich zu machen, wir nennen es, die Demokratisierung der Massage. Das 2-3 Massagen pro Woche einiges verändern ist jedem klar, aber wie soll man das finanzieren?! Da kommen leicht einige hundert Euro im Monat zusammen… bei uns lediglich 68€, soviel kostet unsere Massage Flat Rate, monatlich €68.- und man kommt so oft massieren, wie man möchte (maximal 1x pro Tag).

Was kann die Liege – wer hat sie entwickelt?

Die Massage Liege kommt aus Südkorea und ist vom Weltmarktführer Ceragem. Die Firma produziert seit 20 Jahren Massageliegen, die aktuelle Version ist bereits die V3, also die 3. Weiterentwickelte Generation. Unsere Aufgabe bestand darin, den Raum so ansprechend wie möglich zu gestalten und die Zutritts Thematik zu programmieren. Jetzt kann man mittels webapp oder Zutrittskarte die einzelnen Räume reservieren bzw. gleich mieten (wie car2go)

Wer war Ideengeber? gibt es ev. internationale „Vorbilder“ für dieses Modell? Oder eine Pionierarbeit?

Stephan Brückler, einer der Mitgründer, hatte lange Probleme mit dem Rücken, als daraus dann eine Bandscheiben-Vorwölbung wurde, empfahl ihm sein Freund Marcel Jouja (ebenfalls Mitgründer) doch mal diese Liege auszuprobieren. Marcels Mutter (Krankenschwester) hatte Zugang zu so einer Liege, und somit konnte sich Stephan 10 Tage lang jeden Tag massieren lassen. Diese Tiefenmassage und – entspannung hat ihn fasziniert und die Probleme waren dahin … „Daraus sollte man etwas machen“, sagte sich Stephan und begab sich auf die Suche nach Mitstreitern. Mit Alex Lovrek hat er dann den richtigen gefunden, als Tanzstudio-Besitzer ohnehin schon in der Sport- und somit auch Gesundheitsbranche verankert, ergaben sich viele Synergien! Schnell war klar, so etwas gab es noch nicht, und die Drei gründeten eine Firma. Ohmm war geboren. In den letzten Monaten kümmerten wir uns um die technische Entwicklung und erfanden die Flatrate. Als Vorbild kann man klar car2go erwähnen unser Projektname vor der Gründung war spa2go. Aber auf dem Massage-Sektor war es reine Pionierarbeit. Uns war wichtig, die Massage auch Menschen ohne Smartphone mittels physischer Zutrittskarte zugänglich zu machen, das bedarf einiges an Entwicklung

Wie läuft das Einbuchen ab? Was erwartet mich in der Hot Box? Man ist ja völlig unabhängig, aber auch alleine. Schaffen das „technisch Untalentierte“ auch, das Programm einzuwählen?

Wie bei car2gokann man die Räume für 15 Minuten vorreservieren und so von der Arbeit oder von zu Hause ohne Stress zum HotSpot gehen. Bei der ersten Massage erhält man eine Einschulung, bei der einem alles erklärt und gezeigt wird. Die Türe öffnet sich entweder per Smartphone oder mittels Kundenkarte und pin. Das ganze rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Welche Vorteile haben die infraroterhitzten Jadesteine aus Südkorea?

Infrarot ist ja eines der neuen Wunder, es gibt eigens Betten die „nur“ Infrarotwärme anbieten. Ein gesunder durchschnittlicher Mensch hat heute nicht mehr die gleiche Körpertemperatur wie vor hundert Jahren (anderes Essen, weniger Bewegung usw. ), wir Menschen sind im Schnitt „zu kalt“, was eine Vielzahl an gesundheitlichen Problemen mit sich bringt, daher der Boom zu Infrarot. Jade gilt als einer der bemerkenswertesten Edelsteine, wegen seiner von jeher nachgesagten Heilwirkung und tiefen Symbolhaftigkeit. Seit Menschengedenken (Jade ist bereits seit der Steinzeit bekannt) übt Jade eine ganz besondere Anziehungskraft auf Menschen aus. Im alten China wurde Jade auch als „Himmelsstein“ bezeichnet. Die von uns verwendeten Massage Liegen vereinen diese beiden Kräfte. In Südkorea befindet sich der der Produzent der Massage Liege.

Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Fotos (c) Anjeza Cikopano