Bienen im Garten, die von Blume zu Blume fliegen – so stellt man sich das im Frühling und vor allem Sommer vor. Jedoch steht es nicht gut um sie…

Der Bestand von sowohl Honigbienen als auch Wildbienen nimmt stark ab. Nahrungsmangel und Pestizideinsatz sind zwei bekannte Ursachen dieses Problems. Der Rückgang der Bienen und anderer Insekten betrifft uns alle, denn ein Aussterben der Bienen würde eine ökologische Katastrophe auf unserem Planeten bedeuten, sind sie doch für die Bestäubung vieler Bäume und Pflanzen und damit letztlich für das Entstehen neuer Pflanzen und das Gedeihen vieler Obstsorten verantwortlich. Nicht nur deshalb ist es äußerst wichtig, ihnen zu helfen. 

Ein ebenso bekanntes Phänomen ist das Hummselsterben, welches oft mit der Blütezeit der Lindenbäume in Verbindung gebracht wird. Diese locken die Hummeln mit ihrem süßen, aromatischen Duft, bieten aber zu wenig Nektar und Pollen. Die bereits geschwächten Hummeln verlassen den Unterschlupf und verbrauchen Energie, um die stark duftenden Lindeblüten zu besuchen; dort finden sie schlichtweg aber nicht genug Nahrung, da die Bäume einfach von zu vielen Insekten besucht werden. so kommt es dazu, dass man im Sommer oftmals eine große Anzahl toter Hummeln unter und um Lindenbäume herum finden kann.

Was kann man tun, um zu helfen?

Man kann auf mindestens drei Arten helfen:

  • Bieten Sie Bienen/ Hummeln /Insekten eine Nahrungs- und Wasserquelle 
  • Bieten Sie Bienen (und anderen Insekten) eine Unterkunft 
  • Verwenden Sie keine Pestizide

 Nahrung bieten

Womit bietet man Biene, Hummel und Co. geeignete Nahrung? Mit nektarreichen Pflanzen, die im Sommer blühen, vor allem von Juni bis August. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass eine Vielfalt an Pflanzen vorhanden ist, damit der Nahrungsvorrat nicht zu schnell erschöpft ist. So können sowohl unterschiedliche Pflanzen als auch mehrere Ausgaben einer Pflanze gepflanzt werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Pollen und Nektar in den Blüten für die Tiere leicht zugänglich sind, also keine geschlossenen Blüten aufweisen. Der Begriff „Trachtpflanzen“ beschreibt nektar- und pollenreiche Pflanzen; diese sind die richtige Wahl wenn sie Hummeln (und Bienen) helfen möchten.

Zu den geeigneten Pflanzen gehören:

• Sommerflieder

• (Anis-)Ysop

• Rhododendron

• Garten-Löwenmaul

• Thymian

• Weissdorn

• Phlox

• Borretsch

• Funkien 

• Purpur-Sonnenhut

• Vogel-Wicke

• Schlüsselblume

• Wildrosen (ungefüllt)

• Fetthenne

• Dost

• Löwenzahn

• Nachtkerze

• Roter Hartriegel

• Lavendel 

• Glockenblume

• Langblättriger Ehrenpreis

Ob Garten oder Balkon – jede tierfreundlich bepflanzte Stelle kann Hilfe bieten. Zumal Hummeln auch dankbare Gäste sind, denn sie sind friedlich und stechen nur äusserst selten. Solitärbienen sind ebenfalls friendlich, da sie kein Nest verteidigen und stechen selten. Man läuft also nicht Gefahr, schneller gestochen zu werden, nur weil man mehr Bienen und Hummeln im Garten oder auf dem Balkon mit Nahrung versorgt.

 Unterschlupf bieten

Auch das Bereitstellen eines geeigneten Unterschlupfes – wie Hummelkästen/ Bienenkästen oder naturbelassene Ecken im Garten (z.B. Komposthaufen, Bereiche mit Erde, hohle Baumstämme) – kann deutlich helfen. Bei einer Kombination aus Unterschlupf und Nahrung an einem Ort verringert sich die zu zurücklegende Distanz zum „Wiederauftanken“.

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