Die Pianistin Irina Georgieva gibt erstmals ein Konzert im Wiener Musikverein.

Die ehemalige Meisterschülerin Rudolf Buchbinders konzertiert regelmäßig in der Schweiz, Italien, Frankreich, England, Marokko, den Balkanländern und kürzlich in Südamerika. Für ihr Debut im Musikverein hat sie ein poetisches Programm gewählt: „Kinderszenen“ und „Kreisleriana“ von Robert Schumann sowie „Gaspard de la nuit“ von Maurice Ravel.

Die gebürtige Bulgarin Irina Georgieva zeichnet sich unter den jungen Pianisten ihrer Generation durch ihre „…Vielfalt der Klangfarben, ihre singende Cantilene, ihre musikalische Kraft, die Tiefe der Werkauffassung und ihr tadelloses Gefühl für Form … (Sofia Gubaidulina)“ aus. Ihr Lehrer Rudolf Buchbinder meint über sie: „Irina Georgieva zählt zu den absolut herausragenden Klavierschülern meiner über 35-jährigen pädagogischen Tätigkeit. Einwandfreie Klangkultur in Verbindung mit einer stupenden Technik sowie ihr instinktives Stilgefühl, ihre starke Ausstrahlungskraft und Persönlichkeit prädestinieren Irina Georgieva zu einer großen pianistischen Karriere.“ Was schon früh bei ihrer Begabung auffiel, ist heute ausgereift: eine virtuose Technik und eine schier unbegrenzte Ausdrucksfähigkeit. Ihr Repertoire umfasst Musik vom Barock bis zur Gegenwart, wobei sie besonders an der virtuosen Klaviermusik des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts, geprägt von einer expressiven Tonsprache, Stimmungen und differenzierten Klangfarben, interessiert ist.

Vom Ausnahmetalent zur Buchbinder-Meisterstudentin. Irina Georgieva gewinnt nach frühen Erfolgen bei Wettbewerben und als Solistin im Alter von 16 Jahren den 1. Preis beim internationalen Steinway-Klavierwettbewerb in Berlin. Sie wird zum Studium bei Marina Kapazinskaya am Sofioter Konservatorium zugelassen, tritt als Solistin mit allen wichtigen Orchestern in Bulgarien auf und vervollkommnet weiterhin ihre Spielkunst bei Meisterkursen mit Lazar Berman und Dmitry Baschkirov. Ab 2001 studiert sie als Stipendiatin der Gerber-ten-Bosch-Stiftung an der Hochschule für Musik Basel in der Meisterklasse von Rudolf Buchbinder. Diese siebenjährige Zusammenarbeit erweist sich als sehr bedeutend für ihre pianistische und künstlerische Weiterentwicklung, sie gewinnt in Folge zahlreiche weiterer Preise und Auszeichnungen: Maria Canals, Barcelona 2006; Interpretationspreis für zeitgenössische Musik, 2008. Mit einem Rachmaninov-Rezital schließt Irina Georgieva ihr Solistendiplom in Basel mit Auszeichnung ab und gewinnt in der Folge im Jahr 2008 wieder einen 1. Preis beim renommierten Klavierwettbewerb „Kurt Leimer“ in Zürich.

Veröffentlichungen und Konzertprojekte: Ihre erste CD ist eine Hommage an Sergei Rachmaninov mit der Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36, den 7 Präludien op.23 und den Corelli-Variationen op. 42. Das aktuelle Konzertprogramm mit Musik von Robert Schumann und Maurice Ravel wurde kürzlich mit dem deutschen Label GENUIN im Gewandhaus Leipzig aufgenommen. Die neue CD “Ondine“ wird 2015 auf den Markt kommen.

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