Knallrot, gesund und lecker – Rote Bete – österr. ROTE RÜBE – ist ein wahres Superfood. 

Rote Bete ist ein wahrer Vitamin- und Mineralstofflieferant, der richtig zubereitet köstlich schmeckt. Die Zubereitung ist kinderleicht und das Gemüse vielseitig einsetzbar. Interessante Tipps und Tricks rund um die heimische Rübe erfahren Sie hier. Außerdem gibt es drei köstliche Gerichte zum Nachkochen.

Rote Bete: Mehr als nur eine Beilage

Rote Bete wird häufig im Glas oder vorgekocht und eingeschweißt im Handel angeboten. Durch das Kochen und die Verarbeitung mit Essig, Zucker und Salz verliert die Bete allerdings ihren ursprünglichen, leicht erdigen Geschmack. Wer diesen erhalten möchte, sollte zu frischen Knollen greifen. Das leckere Gemüse hat derzeit Saison (Oktober bis März) und ist auf Märkten und im Lebensmittelhandel erhältlich. Rote Bete lässt sich aber auch leicht im eigenen Garten anbauen.

Inhaltsstoffe: So gesund ist Rote Bete

Rote Bete ist nicht nur kalorienarm, auf 100 Gramm kommen gerade mal 40 Kalorien, sondern auch sehr gesund. Sie enthält Folsäure, Eisen, Kalium, Magnesium, Zink, Vitamin B und C und liefert außerdem Eiweiß und reichlich Ballaststoffe. Rote Bete wirkt blutreinigend, entsäuert den Organismus, senkt Bluthochdruck und regt den Stoffwechsel an. Gleichzeitig stärken die sekundären Pflanzenstoffe das Immunsystem und besitzen eine entzündungshemmende Wirkung – ein wahres Superfood also.

Das Geheimnis um die rote Farbe

Ihren Namen verdankt die Rote Bete dem Farbstoff Betanin (Betenrot), der in Zutatenverzeichnissen auch unter der Bezeichnung E162 zu finden ist. Betanin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoiden), die als Antioxidantien freie Radikale abfangen und so das Immunsystem stärken. Außerdem ist er für die intensive rote Farbe der Roten Bete verantwortlich. Als Lebensmittelfarbstoff E162 wird Betanin daher auch bei der Herstellung von verarbeiteten Lebensmitteln wie beispielsweise Erdbeereis oder Waldfruchtjoghurt verwendet.

Zubereitung von Roter Bete

Besonders roh im Salat oder als Saft gepresst bleiben die Nährstoffe gut erhalten und Sie können optimal die gesunde Wirkung der Roten Bete nutzen. Dem leicht erdigen Nachgeschmack, den Rote Bete im rohen Zustand hat, wirkt man am besten mit Früchten, Milchprodukten oder Gewürzen entgegen. Aber auch gegart ist die Rote Bete immer noch sehr gesund.

Wird Rote Bete zur Weiterverwendung in einem leckeren Gerichten verwendet, muss sie zunächst für 30 bis 40 Minuten in kochendem Salzwasser gar gekocht werden. Wichtig ist, dass sie dabei mit unversehrter Schale gekocht wird, ansonsten würde die Rote Bete „ausbluten“ und ihre rote Farbe verlieren.

Rote Bete kaufen und richtig lagern

Beim Kauf sollten die Knollen prall und die Schale glatt und unverletzt sein. Saftige grüne Blätter sind ein Zeichen für Frische. Eingelagerte Ware hat natürlich kein Grün mehr. Kleinere Knollen haben ein feineres Aroma als große. Nach dem Entfernen der Blätter halten sich Beten, in Papier eingewickelt, bis zu vier Wochen im Kühlschrank. Wer selbst Rote Bete im Garten anbaut, kann sie nach der Ernte wie Kartoffeln einlagern. Am besten sind kühle, dunkle Räume wie etwa der Keller. Auch zum Einwecken ist Rote Bete sehr gut geeignet.

Gesund isst, wer selber kocht: Leckere Rezepte für jeden Tag

Tag für Tag gesund essen – ein Vorsatz, der in vielen Küchen zu Beginn eines neuen Jahres einzieht. Su Vössing zeigt in „Meine gesunde Küche für jeden Tag“ wie abwechslungsreich und einfach eine gesunde Ernährung sein kann. Die aus dem TV bekannte Spitzenköchin Su Vössing steht für ausgewogene und köstliche Gerichte mit Gelinggarantie. Das Buch verwöhnt mit 95 Rezepten zu Frühstücksklassikern, Fisch-, Fleisch- und Gemüsekreationen sowie selbst gemachten Backwaren, Aufstrichen und Pasta. Zehn goldene Regeln zeigen, wie eine gesunde Ernährung zu einem Kinderspiel wird.

3 leckere Rezepte mit Roter Bete zum Nachkochen

Rote-Bete-Risotto mit Räucherlachs

Zubereitungszeit: 5 Minuten – Garzeit: 22 bis 25 Minuten

Zutaten für 2 Personen

  • 20 g Butter
  • 140 g Risottoreis
  • 300 g Rote-Bete-Saft
  • 200 g Gemüsebrühe
  • 140 g gegarte Rote Beten, geschält und klein gewürfelt
  • 40 g Parmesan, gerieben (alternativ anderer Hartkäse)
  • Meersalz
  • 140 g Räucherlachs, in Scheiben geschnitten
  • etwas Dill zum Dekorieren

Zubereitung

Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen. Risottoreis zugeben, alles gut vermengen und eine Minute anschwitzen.

Rote-Bete-Saft nach und nach in kleinen Mengen zugeben und leicht köcheln lassen. Dabei immer gut rühren, sodass sich die Reisstärke vom Korn lösen kann. Anschließend Brühe nach und nach zugeben und das Risotto ca. 20 Minuten unter Rühren garen. Rote-Bete-Würfel und Parmesan zugeben. Alles gut vermengen, einmal aufkochen lassen und mit Meersalz würzen.

Räucherlachs zu Rosen aufdrehen und mit dem Risotto servieren. Mit Dillspitzen dekorieren.

Tipp: Das Gericht ist auch eine tolle Vorspeise für 4 Personen. Nach Belieben kann noch etwas Crème fraîche dazugegeben werden – versuchen Sie es mal!

Rote-Bete-Ragout mit Kichererbsen

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten für 4 Personen

  • 1/2 EL Kokosöl
  • 200 g Zwiebeln, geschält und gewürfelt
  • 3 bis 4 Zweige Rosmarin, Nadeln abgezupft und gehackt
  • 300 g gegarte Rote Beten, geschält und gewürfelt
  • 400 g Kichererbsen (Dose/Glas) samt Flüssigkeit
  • 125 g Rote-Bete-Saft
  • 1 bis 2 TL heller Balsamicoessig
  • Meersalz und Pfeffer
  • essbare Blüten zum Dekorieren (nach Belieben)

Zubereitung

Kokosöl in einem Topf schmelzen, Zwiebeln und Rosmarin darin 3 bis 4 Minuten anschwitzen. Rote Beten und Kichererbsen samt Flüssigkeit dazugeben und mit Rote-Bete-Saft auffüllen. Essig zugeben und das Ragout mit Meersalz und Pfeffer würzen. Aufkochen, dann 5 Minuten köcheln lassen. Das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf Tellern anrichten. Mit Blüten dekorieren.

Tipp: Das Gericht passt hervorragend als Beilage zu Fisch, gebratenem Ziegenkäse oder kalt als Salat.

Rote-Bete-Muffins mit Fenchelsamen

Zubereitungszeit: 10 bis 12 Minuten – Backzeit 22 bis 25 Minuten

Zutaten für 12 Stück

  • Butter für das Blech
  • 190 g gegarte Rote Beten, geschält
  • 150 g Sonnenblumenöl
  • 3 Eier (Größe M)
  • 140 g Weizenmehl (Type 550) oder Dinkelmehl (Type 630)
  • 8 g Backpulver
  • 50 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 150 g Rohr- oder Kokosblütenzucker
  • 3 g Fenchelsamen oder Anis, im Mörser leicht zerstoßen (alternativ: 1⁄2 TL getrocknete Kräuter der Provence)
  • 1 Prise Meersalz
  • 250 g Sahne
  • 1⁄2 EL Zucker
  • 1 Msp. Vanillepaste
  • frische Beeren

Zubereitung

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Ein Muffinblech ausbuttern und kalt stellen.

Für den Teig Rote Beten mit Öl und Eiern in einem Standmixer oder mit einem Pürierstab cremig mixen. Rote-Bete-Masse mit den übrigen Zutaten in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und mit dem Schneebesen zu einem cremigen Teig rühren. Nur so lange verarbeiten, bis sich alle Zutaten gut miteinander vermengt haben.

Die Teigmasse gleichmäßig in das vorbereitete Muffinblech füllen und 22–25 Minuten im Ofen backen.

Muffins auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen, erst dann aus dem Blech lösen.

Sahne mit Zucker und Vanillepaste cremig aufschlagen und mit frischen Beeren zu den Muffins servieren.

Über die Autorin

Su Vössing kochte in zahlreichen gehobenen Restaurants in Paris und wurde 1991 als damals jüngste Spitzenköchin im Bonner Restaurant „Le Marron“ mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Nach weiteren Stationen in Köln und Florida wirkte sie von 1997 bis 2005 als TV-Köchin beim „Kochduell“ (Vox) mit. Heute teil sie ihr umfangreiches Wissen in ihren Kochbüchern, bei TV-Auftritten, Events, Live-Moderationen und Produktpräsentationen in allen Medien. Zusammen mit ihrem Mann, dem Fotografen Bui Vössing, hat sie bereits zahlreiche Kochbücher realisiert. Mit großer Präzision schafft er unverfälschte, malerisch anmutende Food-Fotos, die Lust aufs Nachkochen machen.

Infos zum Buch

Meine gesunde Küche für jeden Tag
Su Vössing, Hölker Verlag 2020
Hardcover, 240 Seiten
Format 20 x 26,5 cm
Preis: 35 Euro
ISBN: 978-3-88117-217-2

Fotos: Bui Vössing/Hölker Verlag, Pixabay.com/Desertrose7